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Rhabarber-Himbeer-Tiramisu

Ein veganes Tiramisu für 4 Personen, vielleicht auch für 6. Fruchtig, cremig, lecker!

Wenn ich der Statistik trauen kann, gab`s zum Muttertag ordentlich veganen Erdbeerkuchen vom Blech. Gut so! Weiter so! Müttern kann man schließlich nicht oft genug Danke sagen. Guten Vätern allerdings auch nicht.

Also wie wäre es jetzt mit einem Rhabarber-Himbeer-Tiramisu für die Herren der Schöpfung? Oder sind die morgen tatsächlich alle auf Wanderschaft und begnügen sich mit dem ein oder anderen Dessert aus der Flasche? Nein, nein … das glaube ich nicht. Das macht doch heute kaum einer noch. Zumindest nicht mit einem Bollerwagen auf dem Bierkasten und Schnaps gestapelt werden. Oder doch? Kennt diesen Brauch überhaupt (noch) jemand von Euch? Und gab/gibt es den eigentlich nur im Osten? Fragen über Fragen…

Naja, egal wann oder für wen, solange es Rhabarber gibt, könnt Ihr das Dessert zubereiten. Wenn Ihr Tiefgefrorenen nehmt, und das funktioniert hier ebenso, dann sogar das ganze Jahr über. Einfrieren lässt er sich nämlich problemlos. Dafür einfach die Stangen putzen/schälen und in Stücke schneiden. Ab damit in geeignete Gefrierdosen- oder beutel und später die gewünschte Menge zur Weiterverarbeitung entnehmen. Da der Rhabarber sowieso gekocht wird, ist die veränderte Struktur auch völlig schnuppe.

Dasselbe gilt übrigens auch für die Himbeeren, weil sie ebenfalls gekocht werden. Nehmt Frische, wenn es der Garten hergibt. Oder Gefrostete, wenn gerade keine Beerensaison ist. Wie Ihr vielleicht mitbekommen habt, arbeite ich gerade die Früchte aus dem Tiefkühler ab. Deshalb habe ich gefrorene Himbeeren genommen. Aber frischen Rhabarber.

Beides wandert zusammen in einen Topf, wird weich geköchelt und etwas angedickt. Die ursprünglich verwendeten Löffelbiskuits werden ersetzt durch vegane Schokokekse. Die Creme besteht aus Frischkäse und Schlagsahne, beides allerdings in einer veganen Variante. Abwechselnd in einer Auflaufform gestapelt und abschließend mit zerbröselten Keksen bestreut, wird daraus ein richtig gutes veganes Dessert.

Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren und Euch allen morgen einen schönen Feiertag! Ich werde auf jeden Fall Ausschau nach den Bollerwagen halten…

LG und bis bald 🙂

Das Tiramisu ist vegan. Das heißt, es kommt ohne Ei, ohne Sahne und sonstige Zutaten tierischen Ursprungs aus.

Veganes-Rhabarber-Himbeer-Tiramisu

Kati Neudert
Ein veganes Tiramisu für 4 Personen, vielleicht auch für 6. Fruchtig, cremig, lecker!
Gericht Nachtisch, süß
Portionen 4 – 6 Personen

Kochutensilien

  • 1 Auflaufform 22cmx14cm
  • 1 Topf mit Deckel
  • 1 hohes Gefäß zum Aufschlagen der Sahne
  • 1 elektrischer Handrührer
  • 1 Schüssel zum Anrühren der Creme

Zutaten
  

Fruchtfüllung

  • 250 g Rhabarber (Endgewicht nach dem Putzen) tiefgekühlt oder frisch
  • 100 g Himbeeren tiefgekühlt oder frisch
  • 40 g Zucker
  • 70 g Wasser
  • 50 g Weichweizengrieß

Creme

  • 100 g vegane Schlagsahne
  • 2 Sahnesteif
  • 65 g Puderzucker
  • 150 g vegane Frischkäsealternative natur
  • ½ Bio-Zitrone (Abrieb von dieser)

Außerdem

  • 200 g vegane Schokokekse (z.B. Othello von Wilkana)
  • 40 g veganer Orangensaft

Anleitung
 

  • Die Rhabarberstangen putzen und in etwa 0,8cm dünne Scheiben schneiden. Besonders breite Stangen vorher längs halbieren.
    Bei TK-Ware eventuell etwas antauen lassen und die Stücke vorsichtig kleiner schneiden, je nachdem wie groß Ihr sie eingefroren habt.
  • Rhabarber und Himbeeren zusammen mit 70g Wasser und 40g Zucker in einen Topf mit Deckel geben.
    Alles aufkochen und bei geschlossenem Deckel etwa 7 Minuten köcheln lassen. Der Rhabarber sollte weich sein.
    Dann von der Herdplatte nehmen und sofort den Grieß einrühren. Bitte so gut rühren, dass keine Klümpchen entstehen.
    Für etwa 20 Minuten mit geschlossenem Deckel ausquellen lassen.
    Dann Deckel abnehmen und die Masse komplett auskühlen lassen.
  • Sobald sie abgekühlt ist, die Creme zubereiten.
    Dafür die vegane Schlagsahne zusammen mit Sahnesteif und Puderzucker kräftig aufschlagen, so dass eine schön steife Sahne entsteht.
    Die Frischkäsealternative zusammen mit dem Abrieb einer halben Bio-Zitrone mit dem elektrischen Handmixer kurz verrühren.
    Dann nach und nach die Sahne untermixen. Bitte so kurz wie möglich mixen und auch auf kleiner Stufe.
  • 40g Orangensaft in eine flache Schale füllen.
  • Nun einen Klecks von der Creme auf dem Boden der Auflaufform verteilen.
    Jetzt kommt die erste Schicht Kekse. Diese vorher mit der Oberseite kurz in den Orangensaft tunken und dann dicht an dicht in die Form legen.
    Nun ⅓ der Fruchtfüllung darauf streichen. Dann ⅓ der Creme.
    Nun die zweite Schicht Kekse, vorab in Osaft getunkt. Dann Fruchtfüllung, dann Creme.
    Mit der dritten Schicht ebenso verfahren.
    Bei mir waren 2½ Kekse übrig. Die könnt Ihr alle (oder einen Teil davon) abschließend fein bröseln und übers Tiramisu streuen.
    Alles für mindestens 4h in den Kühlschrank geben. Fertig!

www.vegan-zu-tisch.de

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