Das beliebte Konfekt aus Pistazien, Nougat, Marzipan und Schokolade.
Lasst uns heute wieder etwas Süßes ohne Backofen bauen. Ein bisschen kneten, ummanteln, in Form rollen, schokolieren. Meditative Arbeit also, wenn man es zulässt 😉 Die Belohnung: ein paar hübsche, äußerst leckere Kugeln, ideal zum verschenken oder selber naschen.
Die Mozartkugel zählt sicherlich mit zu den bekanntesten Kreationen der österreichischen Küche. Fakt ist, dass es sie in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen gibt. Mit Pistazien oder ohne, richtig rund oder unten flach, einzeln geschichtet oder von der Mitte heraus ummantelt. Und so verschieden sie sind, so verschieden sind auch die Geschmäcker und jeder hat wohl seine Lieblingskugel. Ich habe die für mich perfekte Zusammensetzung gefunden und Euch meine Version einmal zusammengeschrieben.
In der Mitte befindet sich ein richtig dicker Kern aus Pistazien, damit man auch was davon schmeckt. Dieser wird zuerst mit einer veganen Nougatschicht, dann mit einer aus Marzipan ummantelt. Die äußere hülle ist eine simple Zartbitterkuvertüre.
Im Rezept habe ich Marzipanrohmasse angegeben, die es überall zu kaufen gibt. Ihr könnt das Marzipan auch selbst herstellen. Ich habe es versucht, bin aber kläglich gescheitert, weil ich keinen so leistungsstarken Mixer habe. Die Masse war nicht zart und geschmeidig sondern krümelig zäh.
Ein weiteres Problem ist sicherlich, dass man genügend Mandeln schreddern muss, damit die Messer der Küchenmaschine ihre Arbeit vernünftig tun können. Ich wollte in diesem Fall nicht noch mehr Mandeln opfern, weil zuviel Verschwendung mit unklarem Ausgang und damit ethisch nicht korrekt. Das sieht mein Geldbeutel übrigens genauso. Vielleicht wage ich irgendwann noch einmal einen neuen Versuch…wenn ich eine leise Idee habe, wie ich einen möglichen nächsten Fehlversuch weiterverarbeiten könnte.
Nichtsdestotrotz habe ich auch zwei, drei Kugeln mit dem selbstgemachten Marzipan zusammengebastelt. Und wenn ich „gebastelt“ sage, dann meine ich das hier auch wirklich so. Vom Mundgefühl her konnte es mich dann beim Essen leider auch nicht überzeugen. Das war alles zu fest und krümelte im Mund tatsächlich weiter. Die Version mit der fertig gekauften Rohmasse hingegen war schön zart und geschmeidig.
Das meine Mozartkugeln nicht industriell hergestellt sind, sieht man ihnen deutlich an. Ich kann damit leben. Wenn Euer innerer Monk beim Anblick allerdings um Fassung ringt, kann ich Euch beruhigen. Die Technik lässt sich durchaus noch verfeiern. Rollt die Kugeln vor dem schokolieren etwas präziser um kleine Unebenheiten auszugleichen. Aber: Kühlzeit beachten, damit die Schichten nicht an den Fingern kleben bleiben.
Das war es auch schon von meiner Seite. Ich wünsche gutes Gelingen und ein angenehmes Wochenende! Bis ganz bald 🙂

Diese Pralinen sind vegan. Das heißt, sie kommen ohne Butter, ohne Sahne oder andere Zutaten tierischen Ursprungs aus.


Vegane Mozartkugeln
Zutaten
- 50 g Pistazienkerne
- 25 g Puderzucker
- 1 TL Wasser
- 125 g veganer Nuss-Nougat
- 160 g Marzipanrohmasse
- 100 g vegane Zartbitterkuvertüre
Anleitung
- Die Pistzienkerne mittelfein bis fein mahlen oder mörsern. 25g Puderzucker und 1 TL Wasser unterkneten.16 Kugeln formen.
- Nun das Nuss-Nougat in 16 Portionen teilen und auf der Handfläche zu einem Kreis von etwa 5cm platt drücken. Dabei mittig etwas dicker bleiben und zum Rand hin verjüngen, damit an der Verschlussstelle nicht zuviel Masse entsteht.Je eine Pistzienkugel mittig aufsetzen, Nougat drumherum legen und gut verschließen.Gegebenenfalls Handschuhe verwenden.Die Kugeln für eine halbe Stunde kalt stellen.
- Nun die Marzipanrohmasse ebenfalls in 16 Portionen teilen und wieder jeweils ein Stück auf der Handfläche platt drücken. Diesmal etwas größer. Die Pistazien-Nougat-Kugeln damit ummanteln (wie in Schritt 2).
- Die Zartbitterkuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Kugeln vorsichtig darin wenden und komplett überziehen.Auf einem Pralinengitter aushärten lassen. Fertig.
www.vegan-zu-tisch.de

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