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Veganes Kartoffelgratin

Ein würziges Gratin mit Cashewsahne, optional mit etwas Käse-Alternative überbacken.

Ich hoffe, Ihr habt das doch sehr winterliche Wochenende genutzt und einen Schneemann gebaut, wart ausgiebig spazieren oder seid mit dem Schlitten die Piste runtergebrettert. Oder habt Ihr Eure Knochen anderweitig knarzen lassen und wart nur am Schnee schippen? Bis auf letztere machen diese Aktitvitäten wirklich Laune, aber auch hungrig. Wie wäre es da beim nächsten Mal mit einem lecker würzigen Kartoffelgratin?

Das lässt sich nämlich im Handumdrehen zaubern. Das schälen und schneiden der Kartoffeln ist hier tatsächlich der aufwendigste Prozess. Die Kartoffeln müsst Ihr vorab nicht kochen, sondern verarbeitet sie roh. Um so richtig schön dünne Scheiben zu bekommen, verwendet bitte einen Gemüsehobel.

Ein bisschen Flüssigkeit braucht der französische Klassiker natürlich auch. Das ist in unserem Fall eine Cashewsahne. Diese stellen wir aus einem hellen Cashewmus und etwas Wasser selbst her und sind damit gesünder unterwegs als mit jedem herkömmlichen sahne(alternative)haltigen Kartoffelgratin.

Obendrauf kommt ein klein bisschen veganer Käse. Solltet Ihr auch hier gesünder agieren und auf solch ein Convenience-Produkt verzichten wollen, könnt Ihr den weglassen. Anstelle der veganen Butterflöckchen tun es sicherlich auch ein paar Tropfen gutes Olivenöl.

Manch einer zieht statt des Käses Semmelbrösel zum Gratinieren vor. Ich mag das auch sehr gern, mochte die Käsealternative in diesem Fall aber lieber.

Mein letzter Tipp für das perfekte Gratin bezieht sich auf den Stapelvorgang: Die Kartoffeln werden in drei Schichten dachziegelförmig angeordnet. Passt bitte auf, dass Ihr auf der gesamten Fläche dieselbe Höhe habt. Mir ist es schon passiert, dass ich, schludrig wie ich war, in der Mitte deutlich höher stapelte als am Rand. Das Ergebnis: ein Kartoffelgratin, das ringsherum durch und mittig noch schnurpsig war. Schade um das schöne Gericht.

Euch einen guten Start in die deutlich wärmere Woche! LG und bis bald 🙂

Dieses Gratin ist vegetarisch und vegan. Es kommt ohne Milch, ohne Eier und sonstige Zutaten tierischen Ursprungs aus.

Veganes Kartoffelgratin

Kati Neudert
Kartoffeln Dauphiner Art mit Cashewsahne
Gericht Hauptgang, herzhaft, Vorspeise
Küche French
Portionen 2 – 4 Personen

Kochutensilien

  • 1 Auflaufform Ø 20cm
  • 1 Pürierstab
  • 1 Gemüsehobel

Zutaten
  

  • 75 g helles Cashewmus
  • 100 g Wasser
  • 2 kräftige Prisen Salz
  • 2 kräftige Prisen Muskatnuss gemahlen
  • 1 Prise Zucker
  • etwas frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL frische Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 g vegane Butter
  • 450 g Kartoffeln (Endgewicht nach dem Schälen) vorwiegend festkochend
  • 30 g veganer Reibekäse

Außerdem

  • etwas Salz
  • etwas frische Petersilie und schwarzen Pfeffer aus der Mühle zum Bestreuen

Anleitung
 

  • Zuerst die Cashewsahne zubereiten. Dafür das Cashewmus zusammen mit Wasser, Salz, Muskat und Zucker in einen Mixbehälter geben und mit dem Pürierstab gut vermengen.
  • Die Petersilie fein hacken sofern noch nicht geschehen. Wir brauchen 2EL für die Cashewsahne und optional später noch etwas zum Drüberstreuen aufs fertige Gratin.
  • Eine Ø 20cm Auflaufform mit der Knoblauchzehe einreiben, dann die Zehe fein hacken und zusammen mit der Petersilie und etwas frisch gemahlenem Pfeffer unter die Cashewsahne rühren.
    Nun die Auflaufform mit etwas veganer Butter einreiben. Den Rest der Butter geben wir vor dem Backen in Flöckchen übers Gratin.
  • Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  • Nun die Kartoffeln mit einem Gemüsehobel in ganz feine Scheiben schneiden.
    Wir brauchen etwa 450g Kartoffeln.
  • 2 EL der Cashewsahne auf den Boden der Form geben.
    ⅓ der Kartoffelscheiben dachziegelförmig in der Auflaufform anordnen.
    Etwas Salz darüber geben und wieder 2 EL der Cashewsahne darüber kleckseln.
    Dann das nächste ⅓ Kartoffelscheiben anordnen. Salz und Cashewsahne drüber.
    Dann das letzte Drittel Kartoffelscheiben, Salz und die komplette restliche Cashewsahne darüber gießen.
    Den veganen Reibekäse darüber streuen. Die restliche vegane Butter in kleinen Flöckchen darauf verteilen.
    Noch ein kleiner Hinweis: Achtet beim Stapeln bitte darauf, dass in der Mitte keine Kuppel entsteht, sondern das alles gleichmäßig hoch ist. Sonst ist es an den Seiten schon durch und mittig noch schnurpsig. Ich spreche aus Erfahrung.
  • Das Gratin auf der mittleren Schiene für etwa 40 Minuten backen. Je nach Backofen und gewünschter Bissfestigkeit, nach 30-35 Minuten mittig anstechen um diese zu überprüfen.
    Bei mir war es nach 40 Minuten gut durch und somit perfekt.
    Solltet ihr es knusprig haben wollen, so schaltet 1-2 Minuten vor Ende der Garzeit den Grill zu.
  • Gratin aus dem Ofen nehmen und mit Petersilie und Pfeffer bestreut sofort servieren.

www.vegan-zu-tisch.de

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