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Veganer Sägespänekuchen

Lockerer Schokoboden trifft cremige Vanilleschicht und knusprige Kokosraspeln.

Auf den erfolgreich vollzogenen Jahreswechsel folgt meist eine Bestandsaufnahme in den heimischen Backschränken. Ja, richtig gehört…Schränke nicht Schrank. Und trotz Mehrzahl verhält es sich nicht selten so wie bei manch einem mit dem Ankleidezimmer. Prall gefüllt und trotzdem nichts zum Anziehen.

Naja, jedenfalls fiel mir bei besagter Inventur unter anderem eine angebrochene Tüte Kokosraspel in die Hände. Übrig geblieben von der Weihnachtsbäckerei. Beste Gelegenheit um nochmals am veganen Sägespänekuchen zu feilen ( wie passend 😉 ) und hübsch für Euch in Szene zu setzen.

Und so nimmt mit dem heutigen Rezept ein weiteres Stück Kindheit Platz auf diesem Blog. Für alle, die ein paar Tage weniger alt sind oder denen dieser Kuchen aus anderen Gründen bisher verwehrt blieb, eine kurze Beschreibung:

Woher dieser Blechkuchen seinen Namen hat, ist wohl ganz offensichtlich. Die karamellisierten und gerösteten Kokosraspeln erinnern an Hobelspäne, wie frisch aus der Tischlerei.

Darunter verbirgt sich eine ganz softe Vanillecreme, die widerum auf einem schokoladigen, lockeren Boden gebettet ist. Das Ergebnis ist unfassbar lecker. Und das ist absolut keine Übertreibung. Wenn Ihr auf den Geschmack von Kokos steht, dann seid Ihr hier genau richtig und werdet den Kuchen ebenso lieben wie ich.

Bevor Ihr loslegt, habe ich noch zwei Tipps für Euch:

Backt diesen Kuchen am besten am Vortag. Dann können sich alle Schichten gut verbinden. Lagert ihn unbedingt kühl. So hält er länger und die von Haus aus sehr weiche Vanillecreme bleibt stabil und fließt Euch nicht davon.

Da der Teig ziemlich widerspenstig ist, empfehle ich ein „ankleben“ des Backpapiers. Dafür streicht etwas vegane Butter mittels Backpinsel hauchdünn mittig und in den Ecken auf das Blech, legt das Backpapier auf und drückt es an. Jetzt sollte nichts mehr rutschen und sich der Teig problemloser verteilen lassen. Kein Backpinsel? Abwasch sparen? Kein Problem! Die Finger tun es notfalls auch 😉 Hauptsache Ihr erzeugt einen dünnen Fett-Film.

Das war es jetzt auch schon von meiner Seite. Gutes Gelingen und bis bald! 🙂

Dieser tolle Blechkuchen mit Kokos ist vegetarisch und vegan. Er ist laktosefrei und kommt ohne Gelatine, ohne Ei und sonstige Zutaten tierischen Ursprungs aus.

Veganer Sägespänekuchen

Kati Neudert
Ein wahnsinnig leckerer Schokokuchen mit Kokos vom Blech
Gericht Blechkuchen, Kuchen, süß, zum Kaffee
Portionen 1 Obstkuchenblech 38x24cm

Kochutensilien

  • 1 Obstkuchenblech 38x24cm
  • 1 Bogen Backpapier
  • 1 kleiner Topf
  • 1 Schneebesen
  • 1 große Schüssel
  • 1 kleine Schüssel
  • 1 große beschichtete Pfanne

Zutaten
  

Creme

  • 300 g Sojadrink ungesüßt
  • 30 g Vanillepuddingpulver
  • 30 g Zucker
  • 35 g Kokosöl
  • 200 g vegane Schlagsahne

Boden

  • 350 g Mehl Typ 405
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 50 g Backkakao
  • 140 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 70 g neutrales Pflanzenöl (z.B. Raps-)
  • 310 g Sojadrink ungesüßt

Sägespäne

  • 80 g vegane Butter
  • 80 g Zucker
  • 135 g Kokosraspeln

Außerdem

  • etwas vegane Butter zum "ankleben" des Backpapiers

Anleitung
 

  • Zuerst für die Creme einen dicken Vanillepudding kochen.
    Dafür von 300g Sojadrink etwa 40g abnehmen und zusammen mit 30g Vanillepuddingpulver und 30g Zucker in einer kleinen Schüssel glatt rühren.
    Die restlichen 260g Sojadrink in einem kleinen Topf zum kochen bringen. Das Puddingpulver-Gemisch einrühren, kurz aufkochen und eindicken lassen und dann von der Herdplatte nehmen.
    Nun sofort 20g Kokosöl einrühren.
    Den Pudding auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Boden zubereiten.
    Dafür zuerst den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Ein Stück Backpapier in das Obstkuchenblech legen. Dieses mit etwas veganer Butter festkleben. Hier reichen wirklich ein paar dünne Pinselstriche…bitte bloß nicht zuviel Butter nehmen.
  • Nun für den Teig alle trocknen Zutaten in einer großen Schüssel mischen.
    Unter ständigem rühren Sojadrink und Öl zugeben. Solange rühren bis ein homogener Teig enstanden ist. Bitte noicht länger, sonst verkleistert der Teig.
    Den recht widerspenstigen Teig (deshalb das ankleben des Backpapiers) in das Obstkuchenblech füllen und möglichst glatt streichen.
    Auf der mittleren Schiene für 15 Minuten backen. Stäbchenprobe!!
    Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und nicht stürzen.
  • Währenddessen die Kokosspäne zubereiten.
    Dafür die vegane Butter in einer großen beschichteten Pfanne verflüssigen. Kokosraspel und Zucker zugeben und bei mittlerer bis mittelhoher Hitze bräunen lassen. Dabei immer wieder umrühren. Nicht zu dunkel werden lassen, sonst wird`s bitter.
    Die Kokosspäne auf einem großen Teller ausbreiten und abkühlen lassen.
  • Sobald der Pudding Zimmertemperatur hat, diesen nochmals kurz durchrühren.
    15g Kokosöl in vorsichtig schmelzen und etwas abkühlen lassen.
    Die vegane Sahne kräftig aufschlagen. Dann vorsichtig das geschmolzene und wieder abgekühlte Kokosöl unterschlagen.
    Nun die Sahne esslöffelweise unter den Pudding heben. Nicht untermixen, sonst fällt alles wieder zusammen.
  • Die Vanillecreme auf den abgekühlten Schokoboden streichen.
    Die abgekühlten Kokosspäne gleichmäßig darauf verteilen und leicht andrücken. Fertig!
    Für ein paar Stunden in den Kühlschrank geben, am besten über Nacht.

www.vegan-zu-tisch.de

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