Japanische kleine Reiskuchen mit Kokos und Schokolade. Äußerst lecker und komplett vegan.
Der letzte Post ist eine Woche her. Damit daraus nicht bald ein ganzer Monat wird, knapse ich ein wenig von meiner eigentlich gar nicht vorhandenen Zeit ab und präsentiere Euch eine asiatische vegane Süßigkeit. Rezept und Fotos dafür sind schon längst fertig. Fehlt nur noch der Beitrag um Euch die Teile auch mit Worten schmackhaft zu machen. Und den Suchmaschinen…. 😉
Bei Mochi oder Omochi handelt es sich um kleine Kuchen, die traditionell aus geschlagenem/gestampften Klebreis hergestellt werden. Weil ich nicht genug Muckis habe, verwende ich stattdessen gleich ein Klebreismehl. Das bekommt Ihr eigentlich in jedem Asia-Laden und der Preis ist auch ganz moderat. Ich zahle im Shop vor Ort immer knapp zwei Euro für 400g. Eine Tüte würde also für locker das fünffache Rezept reichen, und damit für weit über 50 Stück. Das geht schon in Ordnung.
Besagtes Reismehl mit besonderer Klebereigenschaft wird im heutigen Rezept zunächst mit Kokosmilch und Zucker verrührt und dann in einer beschichteten Pfanne erhitzt. Und zwar genau solange bis sich aus einer flüssigen Masse ein Teig-Kloß gebildet hat, der nicht mehr am Holzlöffel klebt.
Das kennt Ihr vielleicht vom Brandteig, der ja beispielsweise für Windbeutel benötigt wird. Während solch eine Brandmasse Weizenmehl jedoch weiter verarbeitet wird, also später noch gebacken, ist bei Mochis nach dem Abbrennen Schluss. Das heißt, der Teig ist verzehrfertig und kann nach Herzenslust gefüllt werden.
Wenn wir uns hier für eine klassische Variante entscheiden würden, dann wäre es eine süße Bohnenpaste. Tun wir aber nicht, sondern nehmen nochmals was von der Kokosmilch und mischen das mit einer veganen Milchschokolade.
All das zusammen ergibt ein wirklich richtig tolles Konfekt, das für ein besonderes Geschmackserlebnis sorgt und Groß und Klein begeistert. Probiert es unbedingt aus.
Wenn das Rezept ein paar Aufrufe generiert und mir damit reges Interesse Eurerseits bestätigt, lege ich bestimmt noch weitere Mochi-Rezepte nach.
Euch nun ein tolles Wochenende! Macht es Euch gemütlich. LG 🙂

Diese Mochi sind vegan. Das heißt, sie kommen ohne Milch, ohne Butter, ohne Ei und sonstige Zutaten tierischen Ursprungs aus.

Vegane Kokos-Mochi
Zutaten
Füllung
- 100 g vegane "Milch"schokolade
- 40 g Kokosmilch (fester Bestandteil)
Mochi-Teig
- 75 g Klebreismehl
- 50 g Puderzucker
- 100 g Kokosmilch (flüssiger+fester Bestandteil)
Außerdem
- etwas Speisestärke
- etwas Backkakao zum Bestäuben optional
Anleitung
- Zuerst die Füllung zubereiten.Dafür die vegane Schokolade grob hacken und im Wasserbad schmelzen.Von der Herdplatte nehmen und 40g vom festen Bestandteil einer Dose Kokosmilch einrühren bis eine homogene Masse enstanden ist. Diese für 1h kalt stellen.Nach dieser Stunde mit Hilfe zweier Teelöffel 10 möglichst gleich große Portionen abteilen ( ich habe abgewogen) und auf einen kleinen Teller oder Brettchen geben und diesen/dieses für 10 Minuten in den Froster stellen.Dann diese 10 Portionen schnell zu Kugeln formen und wieder in den Kühlschrank stellen.
- Nun den Moch-Teig zubereiten.Dafür je etwas vom flüssigen und festen Bestandteil der Dose Kokosmilch zu cremigen 100g Kokosmilch verrühren (oder in ein Schraubglas geben und kräftig durchschütteln).Klebreismehl und Puderzucker in eine ausreichend große Schüssel sieben.Die Kokosmilch zugeben und mit einem Löffel zu einer zuckerglasurähnlichen Masse verrühren.
- Eine beschichtete Pfanne ohne Fett erhitzen (bei mir Stufe 5 von 9). Den Teig einfüllen und mit einem Holzspatel/Holzlöffel immer wieder durchrühren. Dabei auch die Ränder der Pfanne immer wieder freikratzen und diesen Teig mit einarbeiten. Irgendwann entsteht ein Teigkloß, ähnlich wie beim klassischen Brandteig (bei mir nach etwa 6 Minuten). Nun dieses Kloß immer wieder breit drücken und falten. Und zwar solange, bis nichts mehr am Holzlöffel kleben bleibt (bei mir wieder nach 6 Minuten der Fall).Pfanne von der Herdplatte nehmen.
- Etwas Speisestärke (nicht viel!) auf die Arbeitsplatte sieben.Den Mochi-Teig darauf geben und mit einem Messer in 10 gleich große Stücke zerteilen (auch hier habe ich abgewogen) und sofort Kugeln daraus formen. Die Temperatur sollte jetzt nicht mehr allzu hoch sein.Nun jede Kugel auf der Handfläche platt drücken und dabei den Rand ringsum dünner ausarbeiten als die Mitte (sonst haben wir an der Verschlussnaht am Ende zuviel Teig und oben könnte er reißen).In die Mitte eines jeden Teiglings eine Kugel der Füllung (frisch aus dem Kühlschrank) setzen, übrigen Teig darüber schlagen und gut verschließen. Gegebenenfalls vorsichtig noch etwas rund rollen. Das Ganze braucht etwas Geschick und Geduld, aber das bekommt Ihr hin.Mit dem Verschluss nach unten auf einen Teller (bestenfalls mit einem Stück Backpapier ausgelegt) setzen. Alle Kugeln nacheinander so verarbeiten.Zum Abschluss optional die Kugeln mit etwas Backkakao bestäuben. Fertig!
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